Präsentation des Jahrgangs

Liebe Kundinnen und Kunden, liebe Weinfreundinnen und Weinfreunde,

Für Liebhaber guter Weine fällt der Frühlingsbeginn mit der Entdeckung des neuen Jahrgangs zusammen. 2025 ist ein Jahrgang von hoher Qualität. Das Weinjahr begann mit einer trockenen und milden Periode. Die Blüte verlief gut trotz einiger Regenschauer im Juni, gefolgt von einer Trockenphase kurz vor der Lese. Unter dem Strich eher bescheidene Mengen, aber eine sehr schöne Balance zwischen dem Reichtum des 2023er und der Frische des 2024er.

Schauen wir uns das genauer an. Wie üblich beginnen wir mit dem Fendant: in der Nase sehr floral, mit mineralischen Noten im Abgang und angenehmer Frische. Die Humagne Blanche zeigt sich zugleich seidig und komplex mit Noten weisser Blüten. Der Pinot Blanc begeistert mit Anklängen von Ananas und Aprikose. Der Johannisberg bleibt sich treu, klar typisiert mit Aromen von süsser Mandel und Birne sowie schöner Länge im Finale. Dann der Païen: straff, lebhaft, frisch und fruchtig, wie es sich gehört. Ein dynamischer Wein mit angenehmen Duftnoten von Zitrusfrüchten und Ananas. Diese Eigenschaften finden sich auch in der grossartigen Petite Arvine wieder, zusätzlich mit bemerkenswerter Salzigkeit, typisch für diese Rebsorte. Als letzter trockener Weisswein folgt der kraftvolle Ermitage, dessen willkommene Säure den schönen Schmelz ausbalanciert. In diesem reichen und komplexen Nektar nimmt man feine Eau-de-vie-Noten wahr.

Kommen wir zu den im Tank ausgebauten Rotweinen. Zuerst der Gamay, ein würdiger Vertreter des Terroirs von Fully. In Nase und Gaumen begegnet uns ein wahrer Korb roter und schwarzer Beeren mit feiner Würze. Ein Gamay für den Genuss, dem weder Kraft noch Eleganz fehlen. Das gilt auch für den aristokratischen Pinot Noir, ausdrucksstark und fruchtig, mit sehr angenehmen Tanninen im Abgang. Die Humagne Rouge zeigt schöne Typizität mit ihrer leicht wilden Art und ihren Veilchenaromen, begleitet von Kirschnoten.

Kategoriewechsel mit drei kraftvollen, im Tank ausgebauten Rotweinen: Merlot, Cornalin und Syrah. Der erste zeigt sich grosszügig und kraftvoll mit Noten dunkler Früchte und sehr schöner Reife. Der Cornalin ist typisch: Frische, Gewürze, Morelle und Schwarzkirsche. Die Syrah im schönen purpurfarbenen Kleid ist ebenfalls grosszügig in ihren Cassisaromen, dazu ein Hauch Pfeffer.

Wir setzen diesen Überblick fort mit fünf im Barrique ausgebauten Crus des Jahrgangs 2024, darunter eine Neuheit: der Merlot. Die Syrah eröffnet. Drei Begriffe zur Zusammenfassung: intensiv, elegant, kraftvoll. Dazu kommen Cassisaromen und pfeffrige Noten. Auch die Rebsorte Merlot erhält nun einen Ausbau im Holzfass. Der Wein ist expressiv, insbesondere mit sehr schöner Reife dunkler Früchte. Komplexität und Eleganz sind ebenfalls präsent, ebenso eine schöne Tanninstruktur im Abgang. Dritter im Bunde ist der Cabernet Franc, der sich sehr typisch zeigt, mit Frische und Noten dunkler Früchte. Weiter in der Verkostung mit einem originellen Wein, der einen Umweg lohnt: der Petit Verdot, eine Rebsorte, die in unserem Terroir besonders gut zur Geltung kommt. Neben dunklen Früchten schätzt man besonders seine Blutorangennoten, die sowohl Nase als auch Gaumen prägen. Bleibt unsere Assemblage mit dem Namen Dariolo. Kraft, Eleganz, Balance und Komplexität: so viele Qualitäten für diesen Wein, der zu gleichen Teilen Cabernet Franc und Merlot vereint, mit einem Anteil Petit Verdot (10 %).

Wie immer endet die Verkostung mit den Süssweinen unserer Grains nobles. Zuerst die Petite Arvine 2023, deren massvolle Süsse die Zitrusfrische und die salzige Note im Abgang wunderbar ausbalanciert. Danach der Hermitage 2024, sehr komplex mit Aromen von Aprikose, Eau-de-vie und einem Hauch süsser Gewürze. Und zum Abschluss dieses geschmacklichen Marathons: Vent d’Anges 2024, die perfekte Verbindung der Qualitäten der beiden zuvor genannten Liquoreux.

Soweit unser Überblick. Wir hoffen, Ihnen damit Lust gemacht zu haben, unsere Weine zu probieren, und stehen selbstverständlich für jede weitere Auskunft gerne zur Verfügung.

Mit unseren herzlichen und freundschaftlichen Grüssen.

Philippe Darioli